GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Ortsgruppe Ludwigshafen
Bezirk Süd-West


Aushänge


3G-Pflicht in Bahnen und Bussen
Zugpersonale sind keine Hilfspolizisten
Aktuelles - 19.11.2021

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns nun schon seit fast zwei Jahren. Immer neue Regelungen wurden eingeführt und sollten auch überwacht werden. Schon bei der Einführung der Maskenpflicht in den Zügen haben wir deutlich gemacht, dass das Zugpersonal keine Hilfspolizei ist.

 

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die AmpelParteien nun die 3G-Pflicht für Busse und Bahnen beschlossen. Fahrgäste müssen demnach für ihre Zugfahrt den Nachweis erbringen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Anders als bei einer fehlenden Maske kann allerdings nicht auf den ersten Blick erkannt werden, ob sich die Fahrgäste an diese Auflagen halten – 3G-Kontrollen sind sehr aufwändig und schwer durchführbar.

Den Bahnbeschäftigten werden mit der Durchführung der 3GKontrollen und der Kontrolle der Maskenpflicht – neben der Fahrscheinkontrolle – faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet. Diese können jedoch nur von Behörden, wie der Bundespolizei, der Landespolizei oder den Ordnungsämtern wahrgenommen werden.

Unsere größte Sorge ist aber, dass die 3G-Kontrollen durch das Zugpersonal verbale oder gewalttätige Übergriffe auf das ohnehin schon stark gefährdete Zugpersonal noch weiter verschärfen. All das in einer Situation, in der allein die Deutsche Bahn obendrein eine Reduzierung des Personals auf den Zügen plant.

Die GDL sagt ja zum Kampf gegen Corona – aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten. Wir fordern den Schutz der Mitarbeiter und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Zugpersonal!