GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Ortsgruppe Ludwigshafen
Bezirk Süd-West


Aushänge


Deutsche Bahn
Klare Missachtung des Zugpersonals
Aushang Fakten - 28.10.2016

Am 25. Oktober 2016 wurden in Frankfurt am Main die Tarifverhandlungen mit dem Agv MoVe für die Deutsche Bahn AG fortgesetzt. Doch auch in dieser zweiten Runde gab es kein konkretes Angebot – weder zur Verbesserung der Arbeitszeit- und Ruhezeitregelungen, noch zur Stabilisierung der Freizeitplanung oder zu sonst irgendeiner Forderung der GDL.

 

Stattdessen verwendete der Arbeitgeber fünfeinhalb Stunden Zeit darauf, der GDL zu erklären, dass ihre Forderungen undurchführbar sind. Das aber ist für die DB nichts Neues: Geht es um Verbesserungen für die Arbeitnehmer, hat der Arbeitgeber die Kreativität des Nein-Sagens zur vollkommenen Kunst erhoben. Eine neue Qualität erlangte der Arbeitgeber in der Missachtung des Zugpersonals. So sagte der Personalvorstand der DB, Ulrich Weber, der Presse in seinem Statement nach Ende der Tarifverhandlungen folgenden markanten Satz: „Wir haben Ideen für Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen, die möglicherweise unter Belastung leiden." Möglicherweise? Diese Unverschämtheit lässt die Arroganz gegenüber denjenigen erkennen, die täglich alles versuchen um diese Eisenbahn vor dem vollendeten Chaos zu bewahren.

Aufs trefflichste ergänzt wird diese Unverschämtheit durch die Vorlage von Scheinangeboten, die das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt sind. Klar ist: Das Zugpersonal hat Besseres verdient als ein paar bescheidene Ideen von Eisenbahn-Theoretikern, die seit Jahren Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit und Chaos im größten Eisenbahnunternehmen erzeugt haben. Das sind übrigens die gleichen, welche sich feiern lassen und Boni erhalten, wenn sie die Pünktlichkeit endlich mal wieder in Richtung 80 Prozent bewegt haben.

Wir werden diesen Theoretikern beibringen, dass die Tarifforderungen der GDL aus der Praxis und direkt von unseren Mitgliedern kommen. Deshalb geht an der Verbesserung der Arbeitszeiten in den Normen unserer Tarifverträge kein Weg vorbei!


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